wir schon einige. Und so beabsichtigen wir, auch unsere Nachbardörfer dort, beginnend mit Oberrieden, aufzusuchen, bevor wir eventuell irgendwann nach 2012 über einige Werradörfer in Thüringen wieder nach Dohrenbach zurückkehren, wo die Dorfgeschichte(n) im Juni 1996 begannen. Denn inzwischen wird eine weitere Generation herangewachsen sein und die älteste abgelöst haben.
Diese beiden jährlichen Dorfgeschichten werden wie die Exkursionen in den wetterbevorzugten Monaten Mai bis September in die Halbjahresprogramme aufgenommen. Die sind im Internet einzusehen, so dass wir an bestimmten Orten interessierte, entfernter wohnende Nordhessen damit zur Teilnahme einladen. ZV Witzenhausen.
Adventswanderung des Hersfelder Geschichtsvereins durch Ransbach und Ausbach
Zu einer historischen Adventswanderung durch die Ortschaften Ransbach und Ausbach hatte sich eine große Anzahl von interessierten Besuchern des Hersfelder Geschichtsvereins eingefunden. Die Führung durch die beiden geschichtsträchtigen Dörfer übernahmen Anni Erbe aus Ransbach und Adolf Sippel aus Ausbach. Eröffnet wurde die Wanderung in dem 1254 gegründeten Dorf Ransbach. Im Ortsmittelpunkt führte Anni Erbe die Besucher zu alten Fachwerkhäusern, der Dorflinde und zur evangelischen Kirche. Das heutige, im Jahre 1765 errichte Kirchengebäude mit einem modernen Anbau von 1965 steht in den Resten einer alten mittelalterlichen Wehrkirchanlage, an die noch einige Mauerreste des ehemaligen Wehrkirchhofs erinnern. Die Führung in der neuen Ransbacher Kirche übernahm Gemeindepfarrer Martin Arndt. Er erläuterte unter anderem die neu gestalteten Kirchenfenster, die den Kirchenraum in ein helles wohltuendes Licht tauchen.
Im Anschluss fuhren die geschichtsinteressierten Mitglieder des Hersfelder Geschichtsvereins weiter nach Ausbach. Hier übernahm Adolf Sippel die Führung durch seinen Heimatort. Das landgräfliche Dorf Ausbach wird erstmals 1330 in den Urkunden erwähnt. Ein besonderes Interesse galt auch hier der Dorfkirche. Die Kirche ist, wie in Ransbach auch, in einer mittelalterlichen Wehrkirchanlage errichtet worden. An diese wehrhafte Zeit erinnern der noch fast geschlossene Mauerkranz der Wehranlage mit den Schießscharten um den Kirchhof herum und die Reste der ehemaligen Toranlage im heutigen Eingangsbereich. Die heutige Kirche wurde 1730 von dem be
kannten Landbaumeister Adam Johann Erdfinger erbaut. Sie ist als Nachfolgebau auf dem Standort einer aus dem Mittelalter bestehenden Fachwerkkirche entstanden. Den Nachweis für die ehemalige Fachwerkkirche fand Albert Deiß aus Ausbach vor vielen Jahren im Marburger Staatsarchiv auf einer Zeichnung. Diese Zeichnung aus dem 17. Jahrhundert zeigt eine Fachwerkkirche mit umlaufender Wehranlage und Torhaus.
Mitglieder des Hersfelder Geschichtsvereins vor der Ausbacher Kirche.
Das Besondere der Ausbacher Kirche ist, dass seit ihrer Erbauung baulich im Außenund Innenbereich nichts mehr verändert wurde. Die Kirche wurde nach dem schmalkaldischen Vorbild, welches für evangelische Kirchen in dieser Zeit angewandt wurde, eingerichtet.
Das damalige Prinzip beinhaltet, dass der Altar direkt unter der Kanzel steht und mit diesen