Willi Brandau verstorben
Zweigverein Lichtenau trauert um sein Reichenbacher „Gedächtnis“

 

Der Zweigverein Hessisch Lichtenau trauert um sein langjähriges verdientes Mitglied Willi Brandau. Brandau verstarb am 23. Dezember mit 77 Jahren in seinem Heimatdorf Reichenbach. Sein plötzlicher und unerwarteter Tod traf viele seiner Weggefährten und Freunde der Heimatgeschichtsforschung, die ihn und sein hohes Engagement um die Heimat sehr zu schätzen wussten. Mit ihm stirbt ein großer Schatz an Wissen um Reichenbach. Hierfür, aber auch für sein politisches und soziales Engagement erhielt Brandau 2008 das Bundesverdienstkreuz, dessen Verleihung er als Krönung und Bestätigung seines Lebenswerkes ansah. Brandau trat 1967 dem Bürgerverein bei, doch sein großes geschichtliches Interesse wurde erst in den 70er Jahren geweckt. Bei Ausgrabungen an der Klosterkirche unterstützte er vor Ort die Ausgräber Gerhard Seib, Elmar Altwasser und Angus Fowler. Seitdem sammelte er Dokumente, Fotos und alles rund um Reichenbach und war eines der aktivsten Mitglieder im Burgverein Reichenbach sowie im Zweigverein. Freunde nannten ihn das Gedächtnis von Reichenbach. Der Sippelsche Hof wurde zur zweiten Heimat und viele seiner Diavorträge sind in unvergessener Erinnerung. Doch neben der Geschichtsforschung hatte Brandau ein weiteres Steckenpferd. Die politische Bühne betrat er bereits 1960 mit der Gründung des SPD-Ortsvereins und war lange Zeit Stadtverordneter in Hessisch Lichtenau sowie Ortsvorsteher von Reichenbach.

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