Zweigvereine 25 zurück. Seit 1870 besteht unser heutiger Zweigverein als geschlossene Ortsgruppe des bereits 1834 gegründeten Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde Kassel. In seinem Vortrag ging Karl-Hermann Völker der Frage nach: Wer waren die frühen Mitglieder und Bürger, die sich „durch warme Vaterlandsliebe und standhafte Fürstentreue“ auszeichneten? Mit vielen Bildern und Dokumenten berichtete der langjährige Vorsitzende des Zweigvereins Frankenberg aus der Geschichte des zweitältesten Vereins der Stadt Frankenberg und zog dabei Linien bis zur Gegenwart. An der Veranstaltung nahmen teil 40 Besucher. Am 18. November erinnerten Gerlinde Briel (Allendorf/Eder) und Karl-Hermann Völker an das Schicksal des jüdischen Rechtsanwalts Dr. Hermann Reis und seiner Familie. Gerlinde Briel, pensionierte Lehrerin, beschrieb die Kindheit des Hermann Reis in Allendorf, Karl- Hermann Völker schilderte anschließend, wie Hermann Reis als Rechtsanwalt und späterer jüdischer Gemeindevorsteher von Marburg entrechtet, mit Frau und Tochter deportiert und in Auschwitz umgebracht wurde. Die Marburger Freundin Marie-Luise Hensel opferte ihr Leben beim Versuch, die Familie Reis durch Flucht in die Schweiz zu retten (48 Besucher). Die traditionelle Abschlussveranstaltung „Advent und Jahresrückblick im Geschichtsverein“ fand am 10. Dezember erstmals wieder wie früher in der Frankenberger Ratsschänke statt. Dabei stellte Dr. Birgit Kümmel eine Bildinterpretation des Isenheimer Altars vor (27 Besucher). Insgesamt nahmen rd. 170 Personen an den Veranstaltungen des Frankenberger Geschichtsvereins im Jahr 2022 teil. Veröffentlichungen, Aktivitäten In den letzten Jahren konnten aus verschiedenen Gründen keine Frankenberger Hefte erscheinen. Nun ist jedoch ein neues Heft mit dem Thema „Orgeln im Frankenberger Land“ von Gerhard Aumüller geplant. Unter der Beteiligung unseres Mitglieds Dr. Horst Hecker erschienen wieder ein Frankenberger Heimatkalender und ein Bildkalender mit Frankenberger Motiven aus der Zeit um 1900. Dr. Ulrich Stöhr arbeitet an der Ortschronik von Oberasphe mit. Mit einem Büchertisch nahm der Frankenberger Geschichtsverein am Kräutermarkt in Wiesenfeld am 21. August 2022 teil. In den vergangenen Jahren war der Frankenberger Geschichtsverein, insbesondere das von ihm betreute Stadtarchiv mit Dr. Horst Hecker, wieder Ansprechpartner für viele Bürger, auch aus dem Ausland, mit geschichtlichen Fragestellungen und Interessen. Mitglieder des Geschichtsvereins begleiteten als Stadtführerinnen und Stadtführer zahlreiche Besuchergruppen durch Frankenberg oder hielten Vorträge vor Vereinen und Gruppen. Gerade die Zusammenarbeit mit den Stadtführerinnen und Stadtführern gestaltete sich besonders eng. Unser Zweigverein hielt stets enge Kontakte zum Hauptvorstand sowie zu den anderen Zweigvereinen und benachbarten Geschichtsvereinen, insbesondere zum Waldeckischen Geschichtsverein. Wie seit vielen Jahren arbeiten die Vorstände des Frankenberger Geschichtsvereins und des Museumsvereins, jetzt Philipp-Soldan-Gesellschaft, eng zusammen, unterstützen und vertreten sich gegenseitig bei unterschiedlichsten Anlässen. Dank unseres langjährigen Vorsitzenden, Karl-Hermann Völker, werden regionalgeschichtliche Beiträge unserer Mitglieder sowie die Aktivitäten des Vereins in der HNA regelmäßig veröffentlicht.
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