Zweigvereine 45 In der Nähe liegt das Neue Rathaus, ein silbergrauer Prachtbau von 1905 mit einem auf der gegenüberliegenden Straßenseite errichteten Erweiterungsbau, der durch eine Brücke mit dem Rathaus verbunden wurde. Wir sahen auch die Thomas- und Nikolaikirche, die Hauptwirkungsstätten von Johann Sebastian Bach. Die beiden Kirchen waren vor der Deutschen Einheit Ausgangspunkt der Montagsdemonstrationen. Vorbei ging es am Leipziger Zoo, der seit 1873 bis heute immer erweitert wird. Nun ging es am Gohliser Schlösschen vorbei. Ende des 18. Jahrhunderts galt es als geistiges Zentrum, in dem auch Friedrich Schiller verweilte und das Gedicht „Ode an die Freude“ geschrieben haben soll. In der nahegelegenen historischen Parkanlage Rosental wollte August der Starke ein Lustschloss errichten lassen, was jedoch von Leipzigs Stadtvätern trickreich verhindert werden konnte, sodass nur ein Pavillon entstanden ist. Von der Großen Wiese aus sind heute noch sechs Sichtschneisen zu sehen, die für das geplante Schloss angelegt wurden. Auf einer dort angelegten Bühne finden regelmäßig Konzerte statt. Am Völkerschlachtdenkmal angekommen, hatten wir einen längeren Aufenthalt. Im Oktober 1813 errangen die verbündeten Heere Russlands, Preußens, Österreichs und Schwedens den entscheidenden Sieg über Napoleon. Auf dem Schlachtfeld kämpften rund 600.000 Soldaten, fast 100.000 sind ums Leben gekommen. Bereits ein Jahr nach der verheerenden Schlacht hatte der Dichter Ernst Moritz Arndt die Idee zu einem Denkmal, das die Gefallenen ehren sollte. 1894 gründet der Leipziger Architekt Clemens Thieme den Deutschen Patrioten Bund mit dem Ziel, Spenden für die Errichtung des Denkmals zu sammeln. 1898 reichte die Summe aus, der Grundstein konnte gelegt werden. 1913 wurde das Völkerschlachtdenkmal als Die Reisegruppe vor dem Völkerschlachtdenkmal. Foto: ZV Kaufunger Wald
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