66 Aus Stadt und Land das Erdgeschoss, dann das erste Stockwerk musealer Nutzung zugeführt werden. Wiederum im Jahre 1974, zur 1250-Jahrfeier der Stadt Fritzlar, wurde eine das gesamte Erdgeschoss umfassende Abteilung für Vor- und Frühgeschichte eröffnet, inhaltlich, wissenschaftlich und finanziell unterstützt durch das Hessische Landesmuseum und den Hessischen Museumsverband. Diese Abteilung war dank der jahrzehntelangen Tätigkeit der Arbeitsgemeinschaft die größte Sammlung für Vor- und Frühgeschichte zwischen Kassel und Frankfurt. In den folgenden 40 Jahren bemühte sich die vormalige Arbeitsgemeinschaft für Vor- und Frühgeschichte, jetzt Museumsverein Fritzlar e.V., das Museum weiter voranzubringen bei der Stabilisierung der vorhandenen Sammlungsabteilungen. Zunehmend erwies sich aber das Fehlen einer grundlegenden stadtgeschichtlichen Ausrichtung des Museums als schwerwiegendes Desiderat. Ab dem Jahre 2016 begannen die Planungen für eine modernen Ansprüchen genügende Nutzung als Museum. Von 2017 bis 2022 wurde das Hochzeitshaus saniert, umgebaut mit Evakuierungsturm, Heizung, Aufzug, Raum für Wechselausstellungen und allem Interieur, das ein heutiges Museum erfordert. Dass eine solche „Unternehmung“ nur mit zig Millionen Euro zu finanzieren ist, gespeist aus Finanzquellen wie der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen- Thüringen, dem Hessischen Museumsverband, dem Land Hessen und der Stadt Fritzlar, Die Ausstellung im Erdgeschoss des Hochzeitshauses zu Fritzlar (Foto: Dagmar Lohmann)